Was tun? Was hilft wirklich?
Überpflegen: Periorale Dermatitis

Was man gegen überpflegte Haut unternehmen kann und warum man sie als Stewardessenkrankheit bezeichnet.

Überpflegen wird auch Stewardessenkrankheit genannt

Überpflegen wird auch Stewardessenkrankheit genannt (Foto: smoderek | Shutterstock)

Pröbchen hier, Pröbchen da und immer das neuste Cremchen im Schrank – es ist einfach unglaublich, wie manche Frauen mit ihrer Haut experimentieren. Dabei ist uns doch gerade ihr Zustand so wichtig. Mehr als ein Kopfschütteln habe ich normalerweise nicht übrig für Mädels, die tierisch stolz darauf sind, ständig was Neues ausprobieren zu müssen, obwohl ihre aktuelle Pflege gute Dienste leistet.

Die Stewardessenkrankheit alias periorale Dermatitis

Dabei ist das „Bäumchen wechsel Dich!“ Spielchen alles andere als harmlos. Die Mär von der „Stewardessenkrankheit“ ist keine. Inzwischen hat dieses „Problem“ einen handfesten, medizinischen Namen. Die „Periorale Dermatitis“ ist eine ausgewachsene Hautkrankheit und äußerst unstylisch – kleine rote Bläschen übers ganze Gesicht verteilt, die sich auch noch „nett“ entzünden. Manchmal kündigt sich das Kippen des Hautgleichgewichts durch steigende Unverträglichkeiten an, oft schlägt der Albtraum aber auch ohne Vorwarnung zu.

Die Haut auf Nulldiät setzen

Ist es einmal soweit, hilft nur noch eines: Nulldiät (nur mit Wassser waschen, keine Pflegeprodukte)! Das verschlimmert zwar die Symptome zunächst oft. Aber Durchhalten wird in den meisten Fälle belohnt. Hilft auch das Reduktionsprogramm nicht, bleibt der Weg zum Arzt unausweichlich. Der wartet schon mit Spezialsalben und Antibiotika.

Woher kommt der Name „Stewardessenkrankheit“?

Diese umgangssprachliche Bezeichnung rührt daher, daß gerade Frauen in repräsentativen Berufen unter dieser Hautkrankheit leiden. Der Zwang, immer topgepflegt zu sein, führt oft zum Kostmetik-Overkill.

Ergänzungen?

Hattest Du schon mal Probleme mit dem „Überpflegen“? Wie lange hattest Du damit zu kämpfen? Welches sind Deine Tipps? Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Tipps – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Das funktioniert auch ganz ohne lästige Anmeldung und hilfst damit anderen Lesern.
7 Kommentare
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Kommentare:
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Zu diesem Beitrag gibt es schon 7 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 Annett

    Es ist zwar kein Heilmittel für jedermann, aber ich wurde meine Stewardessenkrankheit mit der Pille los.
    Nach ca. 6 monaten regelmässiger Einnahme war meine Haut wieder im „normalzustand“ Ich habe viele viele Jahre unter meiner Problemhaut gelitten und war deswegen immer auf der Suche nach DER ultimativen Creme.
    Jetzt gehts mir endlich wieder gut.

    Viele Grüße
    Annett

  • 🕝 Petra

    Ich hatte meine empfindliche Haut vor Jahren auch total überpflegt,keine Creme war mir recht und gut genug,habe ständig neue ausprobiert,bis meine Haut richtig schlimm aussah.Meine Poren haben sich so vergrößert,das ich ganz vernarbt aussah.Habe Bild der Frau angeschrieben und mir wurde auch geantwortet.
    Eine Woche oder wenn’s geht auch länger nachts auf jegliche Creme zu verzichten,da wird der Selbstheilungsmechanismus angekurbelt und siehe da,die Porentief haben sich Gott sei Dank wieder verkleinert und allgemein mein Hautbild verbessert.Heute nehme ich nur die Nivea aus der blauen Dose, die vertrage ich sehr gut,die hat alles was meine Haut braucht um sich wohl zu fühlen.Mit den teuren Cremes hat meine Haut nur verrückt gespielt.Auch noch heute lasse ich etwa alle 4 Monaten für eine Woche nachts die Creme weg.

  • 🕝 Trull

    Ich habe gehört, daß man seine Haut auch zuviel pflegen kann. Mir ist zwar überhaupt nicht klar, wie das gehen soll. Da ich mich aber selbst auch als Kosmetikjunkie bezeichnen würde, wollte ich lieber mal nachfragen, ob das wirklich gefährlich ist.

  • 🕝 Yvonne

    Ja, das ist es. Inzwischen hat das Überpflegen sogar den Status einer echten Hautkrankheit (periorale Dermatitis). Die sogenannte Stewardessenkrankheit äußert sich mit Massen an roten Bläschen und Entzündungen im Gesicht.

    Ihren Namen hat die Krankheit daher, weil gerade Berufsgruppen, die wegen ihrer Repräsentativität auf ein gepflegtes Äußeres achten müssen, davon betroffen sind.

    Um dem aus dem Weg zu gehen, sollte man vor allem nicht ständig seine Pflegewechseln. Gerade Frauen, die ständig neue Cremes und Pflegeprodukte ausprobieren müssen, klagen über diese Probleme.

  • 🕝 Dajana

    Ich wurde neulich von einer Freundin darauf angesprochen, als sie im Bad meinen Kosmetikvorrat entdeckt hat. Sie war richtig besorgt und meinte, das die parallele Anwendung von zuvielen Pflegeprodukten schädlich für die Haut wäre und sogar regelrecht gefährlich.

    Stimmt das? Kann man die Haut überpflegen?

  • 🕝 Vivi

    Da hat Deine Freundin nicht so ganz unrecht. Erstens steigt mit der Zahl der verwendeten Produkte die Chance, daß ein Wirkstoff dabei ist, den Du nicht verträgst und Deiner Haut damit eher schadest. Andererseits kannst Du durch Kombination von Produkten eine unerwünschte Wirkung erhalten. Gerade zu häufige Peelings strapazieren die Haut arg.

  • 🕝 Daniel

    Sie hat recht! Du kannst Dir doch überpflegen eine periorale Dermatitis einfangen. Das ist eine Hautkrankheit, die u.a. durch Überpflegen hervorgerufen werden kann. Das hast Du dann so gänzlich undekorative rote Bläschen im Gesicht. Die periorale Dermatitis nennt man aus „Stewardessenkrankheit“, da sie gerade für Berufe typisch ist, in denen man immer top gepflegt sein muss.

    Glaub mir: Das willst Du nicht. Also wenn Du noch keine Beschwerden hast: Fahr einfach Dein Pflegeprogramm runter. Verwende lieber 2,3 gute Produkte als einen riesigen Mix von Nutzlosem.

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